FALLSTUDIE
Fallstudie - Lokalisierung von Grundwasserbrunnen in Somaliland
Nachhaltige Wassererhebungen in Somaliland
Unser sTEM+ Instrument wurde kürzlich zur Lokalisierung von Grundwasserbrunnen in Somaliland eingesetzt. Auftraggeber ist Dairy without Borders, eine dänische Nichtregierungsorganisation, die sich auf den Aufbau und die Unterstützung von Projekten im Milch- und Molkereisektor in Entwicklungsländern konzentriert. Das Projekt wird von der Ramboll-Stiftung finanziert und von Peter Thomsen, NIRAS, Max Halkjær, Geophysical Imaging Partners, und einem lokalen Geophysiker, Ahmad Khalif, durchgeführt. Die Firma TEMcompany hat das sTEM+ Instrument für das Projekt zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse sind verblüffend und zeigen deutlich die Schichten des Grundwasserleiters.
Projekt-Hintergrund
Die Hirtengemeinde Af-Galmadow, 40 km östlich von Erigavo gelegen, hat während eines Teils des Jahres nur begrenzten Zugang zu Wasser. Derzeit wird das Wasser zweimal wöchentlich stundenlang zu Fuß transportiert. Ein Brunnenfeld kann eine nachhaltige und kontinuierliche Wasserversorgung sicherstellen und in Zukunft als Grundstein für eine lokale Molkerei dienen.
Geophysikalische Untersuchungen, insbesondere Widerstandssondierungen, haben wertvolle Erkenntnisse über die hydrogeologischen Bedingungen geliefert. Für das hydrogeologische Kartierungsprogramm bei Erigavo wurde die elektromagnetische Zeitbereichsmethode (TEM) eingeführt. Da TEM-Sondierungen einfach und schnell durchführbar sind, ist eine dichte räumliche Pseudo-3D-Kartierung möglich.
Das hochmoderne sTEM+ System von TEMcompany sammelte an drei Feldtagen Sondierungen. Das sTEM+ System liefert qualitativ hochwertige Sondierungen bis zu einer Tiefe von ca. 200 m. Die TEM-Sondierungen wurden in dichten Abständen entlang einer Reihe von Profilen durchgeführt, um eine gute Auflösung der potenziell wasserführenden Strukturen zu erhalten. In der folgenden Phase werden die geophysikalischen Ergebnisse genutzt, um den optimalen Standort für eine neue Produktionsbohrung zu ermitteln.
Ergebnisse
Während der dreitägigen Feldarbeit wurden 47 hochwertige Sondierungen durchgeführt. Die Daten wurden mit einem 1D-Widerstandsmodell unter Verwendung der SPIA-Software von Seequent invertiert. Die daraus resultierenden Modelle wurden in das Softwarepaket Workbench importiert und auf GIS und entlang von Modellschnitten dargestellt.
Ausgehend von den hydrogeologischen Erkenntnissen wird das Gebiet von einem dünnen Sedimentpaket über Kalkstein dominiert. Die Grundwasserleiter bestehen aus einer zerklüfteten Zone in den oberen Teilen des Kalksteins. Aus den vorhandenen Widerstandssondierungen geht hervor, dass der zerklüftete Kalkstein, aus dem die Grundwasserleiter bestehen, einen Widerstand von 10 bis 30 Ωm aufweist.
Vorteile der Umfrage
Auf der Grundlage der Ergebnisse der sTEM+-Untersuchung wird der Standort mit dem größten Potenzial für ein Brunnenfeld bestimmt. Auf der Grundlage der erwarteten regionalen hydrogeologischen Bedingungen wird der Grundwasserleiter als 20 bis 50 Meter mächtig interpretiert. Im Vergleich zu herkömmlichen geophysikalischen Widerstandsmessungen, z. B. VES, hat diese sTEM+-Untersuchung die Auflösung erheblich verbessert, wodurch das Risiko einer Trockenbohrung minimiert wird.
Erforschen. Erkennen. Entdecken.
Das sTEM bietet Mobilität, schnelle Datenerfassung und präzise Messungen an einem Standort für Grundwasser-, Umwelt- und geotechnische Untersuchungen.