FALLSTUDIE
Fallstudie - Kartierung der Tonschichtdicke in den Niederlanden
Deichsicherheitsuntersuchungen
Der Geologische Dienst der Niederlande führte zusammen mit WSP und Aa en Maas Water eine tTEM-Untersuchung in der Nähe der Maas durch. Die Untersuchung wurde durchgeführt, um die Verwendbarkeit des tTEM-Geoscanners bei der Bewertung der Sicherheit von Erddeichen zu testen. Das Vorhandensein, die Dicke und die seitliche Ausdehnung einer dicken Tonschicht wurden zur Bewertung der Sicherheit in einem räumlichen Zusammenhang herangezogen.
Projekt-Hintergrund
Infolge der neuen Normen aus dem Jahr 2017 wurde der Wasserverband Aa en Maas mit der Verstärkung von mehr als 100 km primären Hochwasserschutzes entlang der Maas beauftragt.
Eines der Projekte, mit dem bereits begonnen wurde, ist die Deichverbesserung des Abschnitts zwischen Cuijk und Ravenstein, d.h. etwa 21 km des Sperrwerks, wobei der größte Teil des Sperrwerks aus einem Erddeich besteht. In der Sondierungsphase wurde schnell klar, dass zusätzliche Bodenuntersuchungen erforderlich waren, um die Bewehrungsaufgabe und die neue Deichkonstruktion zu optimieren.
Im Dezember 2021 wurde vom Geologischen Dienst der Niederlande (TNO), WSP und dem Wasserverband Aa en Maas eine tTEM-Untersuchung durchgeführt, um die Verwendbarkeit von tTEM in diesem Fall zu bewerten.
Ergebnisse
Für diese Untersuchung wurden tTEM-Daten entlang dreier Abschnitte der Maas auf und in unmittelbarer Nähe des Deichs gesammelt, aber aufgrund von Störungen durch Infrastruktur und Kabel waren die direkt auf dem Deich gesammelten Daten zu stark gestört, um verwendet werden zu können.
Die Ergebnisse zeigten eine durchgehende 4 Meter dicke Tonschicht, die fast überall im Untersuchungsgebiet vorhanden ist. Die Schlussfolgerung ist, dass das tTEM Informationen liefert, die bisher auf der Grundlage von Bohrungen und Sondierungen (Punktbeobachtungen) aufgrund des kontinuierlichen Charakters der Ergebnisse nicht gewonnen werden konnten.
In Situationen, in denen insbesondere die seitliche Kontinuität von Tonschichten wichtig ist, kann die tTEM-Technik für dreidimensionale Kartierungen eingesetzt werden. Die Geschwindigkeit der Aufnahme und der zerstörungsfreie Charakter sind wichtige Vorteile der Technik. Unter anderem auf der Grundlage dieser tTEM-Messungen weist ein bedeutender Teilbereich der Deichstrecke zwischen Cuijk und Ravenstein eine nachweislich dicke Tonschicht im Vorland auf, die keine Aufgabe für die Verrohrung des Versagensmechanismus bleibt.
Erforschen. Erkennen. Entdecken.
Das tTEM liefert genaue und zuverlässige Daten, lässt sich leicht an verschiedene Vermessungsanforderungen und Feldbedingungen anpassen und ermöglicht Vermessungen von Flächen von mehreren zehn bis zu mehreren tausend Hektar.