Bei der Kontaminationsbewertung geht es um die Identifizierung, Verfolgung und Überwachung der Ausbreitung von Schadstoffen in der unterirdischen Umwelt. Dies ist entscheidend, um zu verstehen, wie sich Schadstoffe durch Boden und Grundwasser bewegen, und ist für die Entwicklung wirksamer Sanierungsstrategien unerlässlich. Fortgeschrittene geophysikalische Instrumente wie tTEM und sTEM liefern hochauflösende räumliche Datensätze, die ein Verständnis des Untergrunds betroffener Gebiete ermöglichen.
Häufige Verschmutzungsquellen sind:
- Industrielle Abfälle: Durch Leckagen aus Fabriken, Raffinerien und Lagereinrichtungen können schädliche Chemikalien in den Boden gelangen und langfristige Umweltrisiken verursachen. tTEM-Untersuchungen sind äußerst effektiv, um effizient zwischen Sandschichten (Fließwege) und Tonschichten (Barrieren) für die Schadstoffe zu unterscheiden.
- Landwirtschaftliche Abwässer: Pestizide, Düngemittel und tierische Abfälle aus der Landwirtschaft sickern in den Boden und verunreinigen die Wasserversorgung und Ökosysteme. tTEM ist in der Lage, gefährdete Zonen in flachen Grundwasserleitern zu identifizieren und bedenkliche Bereiche für weitere Untersuchungen zu identifizieren.
- Mülldeponien: Sickerwasser aus Mülldeponien, das oft giftige Substanzen enthält, kann in den umliegenden Boden und das Grundwasser sickern und so die umliegenden Gemeinden bedrohen. sTEM liefert detaillierte Profile und hilft dabei, die mögliche Tiefe und Ausbreitung der gefährdeten Sandschichten im Untergrund zu beurteilen, was für eine wirksame Sanierungsplanung entscheidend ist.
- Unbeabsichtigte Verschüttungen: Durch Unfälle oder unsachgemäße Handhabung ausgelaufene Öle, Chemikalien oder Gefahrstoffe können zu einer weitreichenden Verschmutzung von Land- und Wasserquellen führen. Sowohl tTEM- als auch sTEM-Untersuchungen liefern wertvolle Erkenntnisse über die mögliche Ausbreitung der Kontamination und unterstützen die Aufräumarbeiten durch eine genaue Kartierung der betroffenen Gebiete.