Wir haben kürzlich Daten und Bilder von Steffen Ringsø Nielseneinem PHD-Studenten, der zusammen mit seinem Kollegen Daniel Juul Okholm bei der DTU Sustain, Teil der Abteilung für Umwelt- und Ressourcentechnik in Dänemark.
Im Rahmen seines Promotionsprojekts 'NUNA SISOORTOQ - Natural Hazards of Mudslides and Permafrost Detachment in Sedimentary Environments' untersucht Steffen arktische Schlamm- und Erdrutsche, die durch das Auftauen von Permafrost in sedimentären Umgebungen entstanden sind.
Das Projekt konzentriert sich auf die Verbreitung des Permafrostes im Gebiet Qeqqata Kommunia und untersucht die Auswirkungen des Klimas auf die aktive Schicht des Permafrostes. Das Endziel des Projektes ist die Entwicklung einer Georisikokarte für potenzielle Schlamm- und Erdrutsche, um Unfälle in diesem Gebiet zu verhindern.
Im Juli 2025 wurde die Arctic Circle Road in Qeqqata Kommunia eröffnet. Es handelt sich um eine ATV-Straße, die Sisimiut mit Kangerlussuaq verbindet und bis zur Eiskappe führt. Diese Straße ist die erste Straße, die die beiden Städte in Grönland verbindet.
Abschnitte der Straße leiden unter auftauendem Permafrost, so dass es schwierig ist, vorherzusagen, wo der Permafrost die nächsten Schäden verursachen wird. Daher wurden die Sedimentbecken entlang der gesamten Strecke mit dem TEM2Go untersucht. Die Untersuchung erstreckt sich über eine Strecke von 200 km und ist damit auch die längste offene Landstrecke in Grönland von Ost nach West.
Dieser Transekt bietet auch die Möglichkeit zu verstehen, wie sich die Permafrostverteilung vom Binnenland zum Küstenklima verändert. Die Hälfte der Strecke verläuft durch ein UNESCO-Gebiet, in dem sich alte Ruinen und Jagdgebiete der ersten Inuit befinden.
An diesem Standort, Aasivissuit, zeigt die TEM-Messung deutlich zwei Schichten, eine mit hohem und eine mit niedrigem spezifischen Widerstand. Betrachtet man die obere Meeresgrenze in der Landschaft, so wird deutlich, dass dieses Gebiet einst vom Meer bedeckt war. Folglich ist in der unteren Schicht noch etwas Salz vorhanden, das den Gefrierpunkt der Sedimente herabsetzt. Die obere Schicht besteht aus jüngeren glazialen Ablagerungen und ist permafrostig.
Einzelheiten zum Projekt:
NUNA SISOORTOQ - Naturgefahren durch Schlammlawinen und Permafrostablösung in sedimentären Umgebungen
- Nielsen, Steffen Ringsø (Doktorand)
- Ingeman-Nielsen, Thomas (Hauptaufseher)
- Darrow, Margaret Marie (Betreuerin)
Dank an Nunatsinni Ilisimatusarnermik Siunnersuisoqatigiit, den Grönländischen Forschungsrat, für die Finanzierung dieses Projekts.
Das Projekt wird mit den folgenden Partnern durchgeführt:
- DTU Sustain
- Arktis DTU
- Universität von Alaska Fairbanks
- HGG, Universität Aarhus
- Britischer Geologischer Dienst
- Qeqqata Kommunia
- Masanti Sisimiut


